Busunfall bei Halle, Sachsen-Anhalt

Einsatzbericht  2007-06-08  18:00 Uhr

Erster Kontakt:       03.06.2007, 13:15 Uhr
Patient:                     Rippenserien-, BWK-, und Oberschenkelfraktur
Aufenthaltsort:        Halle, Sachsen-Anhalt
Maßnahmen:           Diagnostik, Ruhigstellung, Osteosynthese
Abholung:                 08.06.2007
Transportmittel:     Krankentransportwagen mit Zusatzausstattung
Begleitung:              Zwei Rettungsassistenten
Fahrstrecke:           Halle, Sachsen-Anhalt – Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz

Am Freitag, 1. Juni, vormittags: Auf der Autobahn A 9 in Richtung Berlin zwischen Hermsdorfer und Schkeuditzer Kreuz passiert es, ein Reisebus kommt nahe Weißenfels von seinem Fahrstreifen ab, fährt über den Standstreifen in die Böschung und kippt schließlich quer zur Fahrbahn um. An Bord des Busses sind Fußballer zwischen 20 und 50 Jahren eines Sportvereines aus dem Kreis Bad Kreuznach, die als Ziel für ihre Saisonabschlußfahrt die Bundeshauptstadt gewählt hatten.

Ein Großaufgebot des Rettungsdienstes bemüht sich bald um die Insassen. Die Bilanz dieses schweren Verkehrsunfalles: Durch die Wucht des Aufpralles insgesamt 23 Verletzte, davon sieben Schwerverletzte, 16 Personen tragen leichtere Verletzungen davon. Rettungsfahrzeuge bringen die Opfer in die umliegenden Kliniken; Hubschrauber fliegen die BG-Kliniken in Halle an.

Dort befindet sich auch ein Schwerverletzter, der Mitglied des Deutschen Roten Kreuzes in Bad Kreuznach ist und über den Vertrag des Kreisverbandes mit dem DRK Flugdienst Anspruch auf eine Inlandrückholung hat. So meldet sich Bad Kreuznach sonntags in der Leitstelle des Flugdienstes und berichtet von diesem Fall. Der Disponent nimmt alle verfügbaren Daten entgegen und wendet sich anschließend an die BG-Klinik Bergmannstrost in Halle, wo sich in der Unfallchirurgie das Mitglied befinden soll. Im Kontakt mit der Stationsschwester erfährt die Leitstelle, dass der Schwerverletzte hier behandelt wird, nicht transportfähig ist und die zuständigen Fachärzte erst am nachfolgenden Montag auf Station sind. Aber mit dem Patienten selber kann man sprechen, er wird über das weitere Vorgehen des DRK Flugdienstes informiert.

Am nächsten Tag erfährt der Disponent, dass der betreffende Patient inzwischen von der Intensiv- auf die Normalstation verlegt wurde, doch noch nicht transportfähig ist. Das nachfolgende Fax aus der Klinik mit dem Arztbericht bestätigt die mündlichen Angaben über eine schwere Rippenserienfraktur, Frakturen an Brustwirbelkörpern und eine Oberschenkelfraktur, die inzwischen im Rahmen einer OP versorgt wurde. Man erwartet, dass der Patient am Ende der laufenden Woche transportiert werden kann, sofern keine Komplikationen auftreten.

Der zuständige Kreisverband wird über den Sachstand informiert, gemeinsam eine Planung für den bodengebundenen Rücktransport begonnen. Am folgenden Freitag kommt morgens schließlich die Nachricht, dass jetzt die Klinik wieder kontaktiert werden soll; die Nachfrage ergibt, der Patient ist nach der Visite transportfähig, er kann aus diesem Krankenhaus entlassen werden. Die Bedingungen für die Inlandrückholung sind erfüllt, und so wird im Auftrag des DRK Flugdienstes von Bad Kreuznach ein adäquat ausgestatteter Krankentransportwagen entsandt, besetzt mit zwei Rettungsassistenten. Der Patient selbst ist über diese Nachricht natürlich heilfroh, vor allem wieder in die heimatliche Nähe zu gelangen. In einem Krankenhaus von Bad Kreuznach wird ein Bett in der Chirurgie reserviert; hier wird der Verletzte weiterbehandelt und mit der Frührehabilitation begonnen werden. Am Abend dieses Tages trifft der Krankenwagen mit dem Patienten aus Halle dort ein, der Krankentransport ist ohne Komplikationen verlaufen, und so kann eine reibungslose Übergabe an die Klinik in Bad Kreuznach erfolgen.



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