Pädagogische Arbeit und die Ziele

Bei unseren Lernangeboten müssen wir berücksichtigen, dass wir es mit Kindern verschiedener sozialer Schichten und mit unterschiedlicher Entwicklungs- und Lerngeschichte zu tun haben. Jedes Kind ist individuell begabt und kreativ und soll nach seinen Möglichkeiten, Fähigkeiten und Interessen gefördert und unterstützt werden.

Ziele unserer Arbeit sind, dass die Kinder sich zu selbständigen, eigenverantwortlichen, gemeinschaftsfähigen Menschen entwickeln. Dabei sehen wir es als wichtig an, die Kinder in alltägliche Handlungsabläufe mit einzubeziehen und das einzelne Kind oder auch die Gesamtgruppe bei der Planung mit einzubeziehen. Somit lernen die Kinder auch, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.Jedes Kind soll in die Gruppe integriert werden, als Individuum behandelt und angesehen werden.

Ein wichtiger Punkt in der Kita-Arbeit ist das Freispiel. Darunter versteht man die Aktivität des Kindes, bei der es Spiel, Partner, Dauer und, in begrenztem Rahmen, den Ort frei wählen kann. Inhaltliche und methodische Aspekte wird die Erzieherin für ihre Beobachtungsaufgaben nutzen und das Angebot entsprechend ausrichten.

Foto zeigt 4 Kinder auf einem RollerKinder sollen und müssen ihre eigenen Erfahrungen machen durch Ausprobieren, durch eigenes Erforschen und Tun, ohne die ständige Einengung durch den Erwachsenen. Im Rahmen des Freispieles ist dies möglich!

Das Freispiel ist eine wichtige Entfaltungsmöglichkeit für das Kind. Im Spiel übt das Kind, lebt seine Neigungen. Es erfährt, welches Spiel oder Material ihm am besten zusagt, es baut auf und zerstört, es konzentriert sich auf das eigene Vorhaben oder läßt sich einfach nur treiben.

Größtenteils bleibt die Erzieherin im Hintergrund und beobachtet die Kinder. Das Beobachten der Gruppe und einzelner Kinder im Freispiel ist eine wichtige Aufgabe der Erzieherin. Hier kann sie sehen, ob und welche Fortschritte ein Kind macht, wie es sich innerhalb der Gruppe verhält. Das freie Spiel gibt Aufschluß über Spielfreudigkeit, Umgang mit Aggressionen, Zurückhaltung, Stimmungen und nicht zuletzt über den individuellen Entwicklungsstand des Kindes innerhalb des Gruppengefüges. Sympathien oder Antipathien werden ausgelebt oder aber unterdrückt. Wut und Zorn abreagiert, Beziehungen aufgebaut und zerstört. Kurz gesagt, die ganze Palette menschlicher Verhaltensweisen und mitmenschlicher Kontakte läuft im Freispiel ab – nämlich dann, wenn sich das Kind frei – unbeobachtet – uneingeschränkt fühlt.

Neben oder während dem Freispiel bieten wir auch geplante Aktivitäten und Themen zu den Jahreszeiten, Festen oder einer Lebenssituation, die für einige oder auch alle Kinder der Gruppe derzeit oder in naher Zukunft wichtig sind, an, z.B. eine Situation, der Kinder freudig entgegensehen, oder auch eine, die Kinder ängstigt und ihnen Probleme bereitet. Die Teilnahme der Kinder an den geplanten Aktivitäten ist freiwillig, Absprachen müssen jedoch eingehalten werden.

Die Kinder, die im folgenden Jahr zur Schule kommen, werden in einer gesonderten Gruppe intensiver gefördert. Zudem bieten wir diesen Kindern auch besondere Aktionen an.

Unsere Einrichtung gehört zum Einzugsgebiet der Kleistschule. In Kooperation finden hin und wieder gemeinsame Treffen oder Veranstaltungen statt.